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Gipskarton verarbeiten

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Werkzeuge

  1. Wasserwaage
  2. Zollstock
  3. Cutter
  4. Pinsel
  5. Bohrmaschine
  6. Dosenschneider
  7. Spachtel
  8. Kantenhobel

Lastenbefestigung an Gipskartonplatten

Kippdübel:
Vielseitiger Hohlraumdübel zur Befestigung von Lampen, Regalen, Gardinenschienen usw. Erforderlich ist jedoch ein entsprechend großer Hohlraum zum Aufnehmen der Gewindestange

Anker:
Hohlraumdübel zur Befestigung von kleinen Lasten. Geeignet für Fußleisten, Schalter, Lampen, Bilderrahmen, Kabelkanäle usw.

Gipskartondübel:
Schnellmontagedübel zum Befestigen von Lampen, Gardinenschienen, Schaltern, Bilderrahmen usw.

Hohlraumdübel:
Als Metalldübel für metrische Schrauben und als Kunststoffdübel für Holzschrauben .Geeignet zur Befestigung von Lampen, Regalen, Sanitärinstallationen, Hängeschränken, Garderoben usw.

Hinweis:
Beachten Sie die vom Hersteller empfohlenen Belastungsgrenzen und Montagehinweise.

Gerade Wände mit Gipskartonplatten

Auf unebenem Mauerwerk, schadhaften Putz oder Fachwerk ist eine einwandfreie Befestigung der Gipskartonplatten mit Ansetzbinder nicht möglich.

  1. Geeignet für die Plattenmontage ist hierbei eine angedübelte Holzlattung oder Metallprofilschienen. Die Lattung wird angedübelt und lot- und fluchtrecht ausgerichtet.
  2. Der Abstand der Holzlatten bzw. Profile entspricht der halben Plattenbreite.
  3. Die Platten werden mit Schnellbauschrauben im Abstand von 25 bis 50 cm aufgeschraubt. Bei der Montage auf versetzte Stoßfugen achten.
  4. Die entstehenden Fugen werden mit Fugenspachtel gefüllt und nach dem Trocknen mit Schleifpapier geglättet.
  5. Vor weiteren Arbeiten, wie z.B. Tapezieren, sollten die Platten entsprechend grundiert werden.
  6. Bei tragfähigem Mauerwerk ist eine Plattenmontage mit Ansetzbinder möglich.

Verarbeitungstipps

Gipskartonplatten werden flach auf einer ebenen und trockenen Unterlage gelagert. Transportiert werden größere Platten nur hochkant.

  1. Das Zuschneiden von geraden Teilen erfolgt durch Anritzen der Ansichtsseite entlang einer Stahlschiene, Brechen des Gipskernes und Durchtrennen des Kartons von der Rückseite.
  2. Mit einem Surformhobel werden die groben Schnittkanten der Gipskartonplatte glättet.
  3. Öffnungen für Elektroinstallationen sind leicht mit dem Dosenschneider auszuführen.
  4. Für unregelmäßige Zuschnitte eignet sich die Stichsäge mit passendem Sägeblatt für Gipskarton.

Stoßfugen richtig bearbeiten

  1. Gipskartonplatten sind werkseitig an der Längskante abgerundet.
  2. Werden die Gipskartonplatten zugeschnitten, entstehen gerade Schnittkanten, die mit dem Kantenhobel angeschrägt werden. Die entstehenden Fugen werden mit Fugenspachtel verspachtelt.
  3. Mit Bewehrungsstreifen, die in die frische Spachtelmasse vollflächig eingebettet werden, ist eine zusätzliche Festigkeit bei besonders beanspruchten Flächen zu erreichen.

Tragfähige Wände herstellen

  1. Überall dort, wo unebenes Mauerwerk auszugleichen ist oder Installationen verdeckt im Wandhohlraum un tergebracht werden sollen, sind Vorsatzschalen der ideale Montageuntergrund für Gipskartonplatten.
  2. Die Vorsatzschalung wird frei stehend montiert. Geeignet sind hierfür Holzständer 6x6 cm oder, wie hier gezeigt, MetallProfile, die neben ihrer Maßhaltigkeit noch weitere Vorteile haben.
  3. Zuerst wird die Bodenschiene montiert. Hierzu die Dübellöcher setzen.
  4. Die Schiene vor dem Festschrauben von der Unterseite mit selbsthaftendem Dichtband vollflächig bekleben.
  5. Als nächstes das Deckenprofil exakt senkrecht über dem Bodenprofil ausgerichtet anschrauben. Nun werden die Ständerprofile eingeführt und mit Schnellbauschrauben am Boden- und Deckenprofil festgeschraubt. Beim Einbauen einer Wärmedämmung sollte bei Außenwänden eine Dampfbremse zur Verhinderung von Kondenswasserbildung eingebaut werden.
  6. Nun kann die Vorsatzschale entsprechend beplankt werden. Vor dem Tapezieren mit einem Tapetenwechselgrund streichen.

Raumteiler

  1. Beim Herstellen von Trennwänden ist eine Plattenmontage auf Holzständer möglich, besser jedoch ist die Verwendung von Profilschienen. Diese sind maßhaltig und erfordern keine zu sätzlichen Beschläge wie z.B. die Holzständermontage.Der Wandverlauf wird zunächst auf dem Fußboden mit Schnurschlag oder Richtscheit angezeichnet. Hierbei gleich die evtl. benötigte Türöffnung berücksichtigen. Nun den Wandverlauf an die Anschlusswände und die Decke übertragen. Das Boden- und Deckenprofil mit Dichtband versehen und befestigen. Nun die Anschlussprofile an die angrenzenden Wände ebenfalls mit Dichtband versehen und befestigen. Bei der Einteilung der Standprofile beträgt der Montageabstand halbe Plattenbreite.
  2. Nach der Ständermontage kann die 1.Wandseite beplankt werden.
  3. In die Hohlräume wird nach der Verlegung der erforderlichen Installationen eine Wärme- und Schalldämmung eingebaut.
  4. Nun kann die 2.Seite beplankt und die Wände nach einer Behandlung mit Tapetenwechselgrund tapeziert werden.